"Oh süßes Vergessen, nimm mir den Schmerz, lass die Erinnerung an den Kummer weichen."
Bojan Merages war einst eine sanfte Frau und gerechte Königin, die ihren Mann, dem sie in jungen Jahren ihr Herz schenkte, treu zur Seite stand und gemeinsam mit ihm das Land regierte. Stets hatte sie ein offenes Ohr für die Sorgen und Belange ihrer Untertanen.

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Doch dies änderte sich schlagartig, nachdem ihr geliebter Mann in einen Hinterhalt gelockt und auf bestialische Weise getötet wurde. Ein Teil ihres Selbst ist mit dem König gestorben und sie verfiel in tiefe Trauer. Unglücklich und verbittert, wie sie inzwischen war, interessierte sie sich weder für ihr Volk, noch hatte sie die Kraft, sich um ihren Sohn
Martiesch zu kümmern, der ihre Liebe in dieser Zeit besonders gebraucht hätte.
Um ihren Schmerz zu lindern, trank sie vom
Wasser des Vergessens. Leider hatte das zur Folge, dass ihr fast jedes Gefühl abhandenkam und sie sich der dunklen Seite zuwandte. Egoistisch und kalt, wie sie inzwischen ist, ist nur noch ihr Aussehen und die Kraft, die ihr die dunkle Macht verliehen hat, von Bedeutung. Doch sie ist nicht damit zufrieden wieder jung und schön zu sein, denn in ihr tobt ein unbändiger Hunger, der sie dazu treibt ihrer dunklen Aura immer mehr böse Energie zukommen zu lassen. Da diese nur durch Wut und Hass entsteht, versucht sie die Bewohner des Dorfs
Inocencia gegeneinander aufzuhetzen.
Ihre Feinde sind nicht nur die
Lichthexen, die die
Quelle des Lichtes bewachen, auch der
Dunkelmagier Agraxas ist ihr Widersacher und sie liefern sich seit Jahren einen Machtkampf, der schon viele Opfer gefordert hat.
Ihre einzige Schwäche ist ihr Sohn
Martiesch, den sie abgöttisch liebt. Diese Liebe zeigt sie jedoch niemanden, denn sie weiß, dadurch ist sie verwundbar. Das Verhältnis zu ihrer Schwester
Edigra, die sich im Gegensatz zu ihr nach einem tragischen Verlust der dunklen Seite ab- und der hellen zugewandt hat, war von jeher gestört. Doch jetzt verspürt sie nur noch Hass für diese, da es so scheint, als habe
Edigra ihren Platz im Herzen
Martieschs eingenommen.