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Morgans Welt der Gedichte
- wenn bild & wort sich verbinden -

Gedichte & Co: Von mir geschrieben im Laufe der Jahre. Ich würde sie nicht gerade als meine Gedanken / Gefühle bezeichnen, die ich beim Schreiben verspürte, aber doch ist in jedem ein kleiner Teil von meinem Gefühlsleben mit eingeflossen....
Bilder: Die Bilder, welche von mir benutzt wurden, entstanden größtenteils bei meinen Streifzügen mit der Kamera. Einige habe ich aber auch mit dem Programm Daz Studio entworfen.


Kleine Anmerkung: Tippfehler verbuchen wir mal spontan unter künstlerische Freiheit *g*




Foto: Morgan MacAilis Text: 27.11.2015
Lass es zu

Wenn ein Gefühl deine Seele verlässt,
dann halte es nicht mit Gewalt fest.
Sonst wird es sich rächen
und deine Seele brechen.
Wenn ein Gefühl deine Mauern durchbricht,
wenn es dich berührt, in deinem Herzen sticht,
dann heiß es willkommen, lass es geschehen.
Wie es sich entwickelt, kannst du so nur sehen.
Wenn eine Erinnerung ihre Gefühle verblasen lässt,
dann lass es zu, denn ihren Nachklang hält sie fest.
Wenn ein Gedanke deinen Kopf durchstreift,
dann gib ihm Raum, damit er reift.
Wenn eine Erinnerung dein Herz berührt,
lass zu, was immer es auch spürt.
Denn all das gehört zum Leben.
Ein ständiges Kommen & Gehen, ein Nehmen & Geben.

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto: Morgan MacAilis Text: 2015
Resignation

Hoffnungslos den Blick gesenkt
keinen Lichtstrahl glauben schenkt
blind in die Nacht der Resignation
taub in die wüste der Frustration
und alles Leben geht zu ende

Abgestumpft den Kopf gewandt
ein Herz das voller Kummer brannt
lahm durch den Garten der Irritation
stumm durch den Tag der Mutation
und alles Leben geht vorbei

Trostlos die Schulter gebeugt
Dunkelheit die von Trauer zeugt
keine Hoffnung in sich finden
keine Zukunft an sich binden
und alles Leben leise stirbt

Hoffnungslose, abgestumpfte Trostlosigkeit
Lichtstrahlen des Herzens im Trauer der Zeit
Resignation und Frustration machten sich breit
taube und blinde Unendlichkeit
das Leben mit sich nimmt

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto: Morgan MacAilis Text: 30.8.2005
Dunkle Schatten

Dunkle Schatten halten mich gefangen,
keinen Weg ins Licht zu gelangen.
Schmerzen, Kälte wallen in mir,
umklammern mich mit eisernen Pranken,
halten mich fest, binden mich hier
verwirren meinen Gedanken.
Dunkle Schatten löschen alles aus,
verbergen den Weg hier heraus.
Außer Trauer und Pein
bleibt nichts mehr zurück.
Das Gefühl allein zu sein,
verloren den letzten Hauch vom Glück.

Dunkle Schatten - verschlingen das Licht
Dunkle Schatten - verringern die Sicht
Dunkle Schatten - den Mut genommen
Dunkle Schatten - kein Entkommen

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto & Text: Morgan MacAilis
Klein

Ich fühle mich klein, in mir selbst gefangen
und weiß nicht, wie soll ich daraus gelangen.
Verwirre mich selber immer mehr,
bewirke, dass ich mich fühle einsam und leer.
Dabei ist es doch gar nicht so,
ich bin doch eigentlich recht froh.
Habe Freunde, bin nicht allein,
warum muss ich dann so traurig sein?
Ich kann das alles nicht verstehen,
warum kann ich nicht einfach nach vorne sehen.
Weiß nicht, was ich eigentlich vom Leben erwarte,
worauf ich hoffe, worauf ich warte.
Aber ich weiß, da ist noch was,
auch wenn ich nicht weiß, was ist denn das!
Meine Gedanken verirren sich im Labyrinth,
machen mich schwach wie ein kleines Kind.
Fühle denn nur ich mich so allein,
oder wird es auch bei anderen so sein?
Ich habe so viele Fragen,
doch niemand kann mir die Antworten sagen.

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto: Morgan MacAilis Text: 27.11.2015
Keine Kraft

Hab keine Kraft jeden Tag von Neuem zu beginnen,
Sekunden vergehen, Stunden verrinnen.
Inhaltslose Gedanken werfen Schatten aufs Herz,
Kreislauf meiner Selbst, endloser Schmerz.
Ich möchte mich fallen lassen, Vergessen finden,
mich nicht weiter an Vergangenen binden.
Lähmende Kälte blendet alles aus, aber bringt kein Vergessen.
Tausend Gefühle, die alles auffressen,
quälenden Schatten wollen nicht weichen,
im Kopf Gedankenleichen.
All dies ist das, was mich ausmacht,
was in mir weint, was in mir lacht.
Ich kann es verstehen, kann es sehen,
aber nicht weiter gehen.
Es ist wie ein Spiel ohne Ziel
und es kostet mich viel.

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto & Text: Morgan MacAilis
Sehnsucht nach dir

Ich kann dich hören,
doch ich sehe dich nicht.
Ich kann dich spüren,
doch nicht berühren.

Ich sehne mich nach deiner Nähe - deinen Halt.
Will meine Seele mit deiner verbinden.
Ohne dich bin ich leer und kalt.
Doch ich kann dich einfach nicht finden.

Jede Nacht im Traum suche ich dich,
wander durch schattenhafte Weiten.
Jede Nacht im Traum verirre ich mich,
wandere durch dunkle Zeiten.

Ich kenne weder deinen Namen noch dein Gesicht,
doch ich weiß irgendwo da draußen bist du.
In weiter Ferne, wie ein kleines Licht,
wartest du und winkst mir zu.

Alles verschlingende Sehnsucht tief in mir
scheint mich zu betäuben - alle Kraft genommen.
Ich weiß zusammen mit dir
werde ich endlich zur Ruhe kommen.

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank



Foto & Text: Morgan MacAilis
Dunkelheit

In der Nacht voll Dunkelheit
fühl ich mich verloren
In der kalten Einsamkeit
alle Hoffnungen sind erfroren
Gedanken die mich überfallen
wandern in meinem Kopf umher
Sehnsüchte die in mir wallen
verwirren mich so sehr
Ein bittersüßes Verlangen
in meinem Körper entfacht
tief in mir gefangen
trifft es mich mit voller Macht
Trauer die mich umhüllt
ich kann ihr nicht entkommen
Schmerz der mich ausfüllt
alle Wege sind verschwommen
All das hast du in mir erweckt
zwangst mich Schwäche zu zeigen
meine Hand verzweifelt entgegengestreckt
hör ich nur dein Schweigen

Bild & Text © Morgan MacAilis / Gitti Frank