Morgan Privat

Morgans Visionen


Oft stellt sich mir die Frage, wieso alles so ist wie es nun mal ist, und welcher große Sinn, welches Ziel hinter allem steckt. Betrachte ich die Menschheit, das Leben, die ganze Geschichte und Veränderungen seit Anbeginn der Zeit, so frage ich mich, ob es sich überhaupt lohnt Gedanken zu haben, da ja alles mehr oder weniger vergänglich ist. Doch ich möchte nicht einfach so verblassen und in der Dunkelheit des Vergessens verschwinden. Ich möchte wie ein leuchtender Stern erstrahlen, einen Weg weisen, oder zumindest etwas bewegen, und sei's nur gedanklich. Doch dies ist mir leider nicht möglich, oder mir ist der Weg noch nicht gezeigt. (Okay, inzwischen denke ich etwas anders darüber.)

Wie auch immer, ich fühle mich gefangen im kleingeistigen Kerker meiner Gefühle, eingesperrt in der Trostlosigkeit, die sich meiner bemächtigt hat. Es scheint so, als wenn es kein Entkommen geben würde, ich von einer Welle Hoffnungslosigkeit fort getragen werde und ich mich tief in den Irren eines inneren Labyrinths wieder finde.

Es steckt so viel in mir, so viele Gedanken, Gefühle und Geschichten, doch ich kann sie nicht fassen. Manchmal meine ich, sie brechen aus mir raus, doch versuche ich sie von mir zu geben, das heißt, fange ich an zu schreiben, so verschwinden sie wieder und lassen ein Gefühl des Verlustes zurück, welches ich nicht verarbeiten kann und das mich melancholisch werden lässt. Ich möchte so vieles schaffen, so viele Ideen schlummern in mir, doch fange ich an sie umzusetzen, kommt mir eine andere, eine bessere, gigantischere Idee.... und so geht es immerzu.... und letztlich stecke ich dann den Kopf in den Sand und lasse mich von einer Gleichgültigkeit trösten, die mich doch belügt, durch die ich mich selbst belüge, wenn nicht gar aufgebe.... Doch zum Glück kann ich über mich selber lachen und so vergeht auch das wieder und eine neue Phase beginnt....

Ich bin noch auf der Reise


Ich habe mich noch nicht gefunden, weder meinen Platz in dieser Welt, noch mein wahres Wesen in mir. So viele Ideen und Gedanken stecken in meinem Kopf. Teilweise kann ich sie nicht mal zu fassen bekommen, sie sind wie Nebelschwaden, immer nur als Hauch erkennbar. Manchmal kann ich meine inneren Welten nicht nach außen tragen, weder durch Bild, noch durch Wort. Das stimmt mich traurig. Und manchmal sind es einfach zu viele. Mir fehlt Zeit und Raum, ich kann mich nicht mit allen auseinandersetzen.
Wie soll ich entscheiden welche ich unbeachtet ziehen lassen?

Ich fühle mich wie ein Kind im Süßigkeitenladen, kurz vor Ladenschluss. Bonbons, soweit das Auge blicken kann. Alles auf einmal wollen und wissen, es würde unsagbare Schmerzen verursachen.
Denken, denken, denken....
Nehme ich das sofort Greifbare? Oder lieber das dort ganz hinten?
Kopf abstellen, spontan handeln....
Meist eile ich dann los, greife mir von allem ein kleines bisschen, und hoffe, der Geschmack, der mir auf der Zunge bleibt, reicht aus. Reicht aus um mich später an Farbe und Form zu erinnern, und daran, wo ich das (oder heißt es den?) Bonbon fand. Es wird mir alles zu viel. Und doch ist es mir nicht genug.

Was ich mir wünsche?
Zeit, Raum, Ruhe - Zeit, die nie vergeht - Raum, der niemals voll wird - Ruhe, um jeden noch so kleinen Gedanken zu fassen.

Ich habe mich noch nicht gefunden, bin unvollständig, facettenreich, so viel in einer Person und nichts beendet.
Ich habe mich noch nicht gefunden und werde es auch wohl nie.
Drum nehme ich mich so wie ich jetzt bin und bleibe trotzdem für alles offen.

Meine Empfindungen? Positiv? Negativ?
Ich versuch es mit Rational....


schwarz, weiss, viele grautöne und der griff nach den sternen


Ich glaube an das Gute im Menschen, aber ich weiß, dass es nicht nur gute Menschen gibt. Mir ist ebenso bewusst, dass gute Menschen in der Lage sind böses zu tun, wenn es die Umstände erfordern, während sich böse Menschen wiederum dem Guten zuwenden können. Ich sehe Schwarz und Weiß, aber auch die extrem vielen verschiedenen Grautöne. Und ich vertrete die Meinung, dass man stets offen sein und alles von allen Seiten betrachten sollte, bevor man anfangen kann sich ein Urteil zu bilden. Yeah, und das im Zeitalter von Facebook & Co ;)
Ich hoffe, dass die Menschen es endlich mal schaffen über ihren Tellerrand zu schauen und unvoreingenommen das Große und Ganze betrachten. Wobei die Betonung auf unvoreingenommen liegt. Etwas, was quasi ausgestorben ist, oder zumindest auf dem Weg dahin.

Ich wünsche mir zwei unrealisierbare Sachen. Die da wären: Ein Zeitmaschine und eine einsame Insel.

Mit der Zeitmaschine würde ich von Anbeginn der Zeit bis zu ihrem Ende reisen und alles in mich aufsaugen. Ich möchte alles, wirklich alles, miterleben, beobachten, sehen, verstehen. Ich will wissen wie, wieso, warum und weshalb. Ich möchte die Zusammenhänge sehen, die Entwicklungen, wissen wie alles anfing und wieder endete. Und nicht nur auf die großen Geschehnisse bezogen, die in Büchern zu finden und für die Nachwelt erhalten worden sind. Nein, ich möchte auch die unbedeutenden Dinge und Menschen sehen und verstehen. Und auch das Nichtsichtbare. Ich möchte ihre Gefühle und Gedanken spüren und hören.... Ich würde mal sagen, dieser Wunsch definitiv niemals erfüllt werden können ;)

Dann wäre da noch meine einsame Insel. Herrlich die Vorstellung der absoluten Ruhe, des Friedens und der absoluten Einsamkeit. Kein Stress, nichts was einen belastet. Keine äußeren Einflüsse die einen beeinflussen. Nur man selber, seine eigenen Empfindungen und Gedanken. Ganz in sich selber eintauchen, sich selber finden und halten. Ich darf mir immer wieder anhören, dass das auf Dauer nicht mein Ernst sein kann. Ich kann dazu nur sagen: Oh doch. Klar bräuchte ich essen, trinken und andere Sachen zwecks Körperpflege. Tabak und Kaffee wäre auch wichtig, denke ich zumindest. Strom und fließendes Wasser wäre auch von Vorteil. Und ein Pc, mit Internetanschluss. Inzwischen ist meine einsame Insel zu einer kleinen Hütte abseits anderer Häuser geworden. Man muss schließlich realistisch bleiben, wenn man nicht gerade im Geld schwimmt ;)