Glaubenssysteme

Religionen & Weltanschauungen


Schon immer brauchte der Mensch etwas, an das er glauben konnte. Es gibt heutzutage eine Menge Glaubensrichtungen, hier erstmal eine kurze Erklärung verschiedener Richtungen.

Monotheismus bezeichnet Religionen, die nur einen allumfassenden Gott kennen und anerkennen. Dazu zählen z.B. das Judentum, das Christentum und der Islam.

Monolatrie und Henotheismus werden Religionen genannt, in der zwar mehrere Götter existieren, aber einem von diesen den Vorrang eingeräumt wird. Unter Monolatrie versteht man die Verehrung nur einer einzigen Gottheit als "Spezialgott", ohne dass die Existenz anderer Götter abgestritten wird. Unter Henotheismus versteht man die besondere Verehrung einer bestimmten Gottheit, die für einen begrenzten Zeitraum aus der Götterwelt ausgewählt wurde, was jedoch die Verehrung anderer Götter zu einen anderen Zeitpunkt nicht prinzipiell ausschließt.

Polytheismus oder auch "Vielgötterei" ist die religiöse Verehrung einer Vielzahl von Göttern oder Naturgeistern. Die meisten Religionen des Altertums waren polytheistisch und verfügten über eine eigene traditionelle Götterwelt, häufig angereichert mit Gestalten aus jahrhundertealten kulturellen Begegnungen und Erfahrungen. Zu den bekannten Götterwelten des antiken Polytheismus zählen die der griechischen, römischen, ägyptischen und keltischen Götter, die Götter der Maya und Azteken, sowie die Götter der skandinavischen Asen und Wanen. Heute bezeichnet man die meisten historischen polytheistischen Religionen als Mythologie. Ansätze des Polytheismus in den heutigen Glaubensrichtungen: Shinto, Bön, Santería, Candomblé, Wicca, Voodoo, Ásatrú.

Pantheismus bezeichnet religionsphilosophische Lehren in denen "das Göttliche" in allen Erscheinungen der Welt zu sehen ist. Anhänger des Pantheismus sehen die ganze Welt als göttlich an. Sie glauben an keinen persönlichen oder personifizierten Gott. Das Göttliche wird im Aufbau und in der Struktur des Universums gesehen, alle Erscheinungsformen der Natur sind vom Göttlichen gleichermaßen beseelt und alles ist miteinander verknüpft.

Atheismus bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder Götter.


Der Paganismus und/oder das Heidentum basiert auf Lehren, welche von Generation zu Generation über die Jahrtausende hinweg weitergegeben wurden und hat in der Erinnerung der Menschheit überlebt. Eine Reihe von verschiedenen religiösen Traditionen wurden übernommen. Paganismus ist vielseitig. Einige glauben an die Große Muttergöttin. Sie sehen ihre verschiedenen Formen, in der sie auf der Welt wahrgenommen wird, als eine einzige Gottheit. Andere bezeichnen sich als Odinisten oder Asatru, Anhänger der hohen Götter Nordeuropas. Sie verehren Odin oder Cernunnos.
Andere folgen dem Druidentum, sie erforschen die damaligen Fähigkeiten der Druiden und verehren ihre Götter.
Wieder andere sind Anhänger der Weisheit oder Hexenkunst. Dabei handelt es sich um echtes Wissen welches seinen Ursprung im jeweiligen Land hat. Es ist die Kunst des Heilens und der Segnung, mit der die Götter geehrt werden.

Neopaganismus oder Neuheidentum bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert aufgekommene religiöse und kulturelle Strömungen, die sich vor allem an antikem, keltischem, germanischem und slawischem Heidentum sowie an außereuropäischen ethnischen Religionen orientieren.
Anhänger der paganen Götter bezeichnen sich selbst als Paganen, Heiden, Göttinnenverehrer oder Angehöriger der Alten Religion. Sie folgen bestimmten Traditionen. Paganismus ist ein Glauben an die Natur, die seine Anhänger ehren. Sie sind keine Anti-Christen, auch wenn sie nicht glauben, das Christentum wäre die beste Religion für alle. Sie respektieren, dass viele den christlichen Glauben als den richtigen spiritueller Weg angesehen. Anders wie beim Christentum oder beim Islam, meinen Paganen nicht, ihr Glaube wäre der einzig wahre.
Paganismus lehrt das wir für uns selbst verantwortlich sind, wir für unsere eigenen spirituelle Entwicklung zuständig sind, man von anderen lernen und Hilfe annehmen kann. Aber letztendlich muss jeder für sich selber entscheiden, welchen Weg er wählen will. Es gibt keinen Papst, Führer oder anderes.


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