Die Legende von Avalon

glastonbury in somerset


Glastonbury

Im Südwesten von England, 220 km westlich von London und 40 km südlich der Stadt Bristol befindet sich Glastonbury. Es soll auf einen Schnittpunkt mehrerer Ley-Linien liegen und bildet ein Dreieck mit Stonehenge und Avebury. Diese drei Plätze formten einen Welt-Energie-Punkt. Einer Überlieferung nach, soll Jesus in jungen Jahren mit Joseph von Arimathaea Glastonbury besucht und den Heiligen Gral dorthin gebracht haben. Die Legende geht zurück auf den Geschichtsschreiber Johannes Glastoniensis (Johannes von Glastonbury), der in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine Chronik von Glastonbury (Antiquitates Glastoniensis) verfasste. Es heißt, Joseph von Arimathaea sei nach der Kreuzigung Jesu zurück gekehrt um seine Tage zu beschließen. Aber auch zuvor, in den Zeiten der Druiden (vor 2000-2500 Jahren) und im Megalythicum (vor 4000 Jahren) war Glastonbury ein Wallfahrtsort. |Glastonbury|


Glastonbury Abbey

Das Kloster Glastonbury ist das Herz der Stadt und doch heute nur noch eine Ruine. Es war das letzte Kloster, das von Heinrich dem VIII geschlossen wurde, als er die Engländer gewaltsam zur Anglikanischen Kirche konvertierte. Joseph von Arimathaea und einige Jünger gründeten das Kloster kurz nach der Kreuzigung anno Domini 37. Zum Zeitpunkt seiner Ankunft war Glastonbury ein etablierter Hort der Gelehrsamkeit, eine Schule der Druiden. Die Druiden kannten Joseph offenbar und respektierten ihn, sie gaben ihm Land, die "Twelve Hides", um seine Kirche darauf zu erbauen.
Glastonbury Abbey ist ein heiliger Platz. Es wurde nach ähnlichen mathematischen Prinzipien geplant wie Stonehenge und die Pyramiden. Tom Graves, ein ehemaliger örtlicher Wünschelrutengänger, sagte einmal: "Mit einer Wünschelrute im Kloster Glastonbury nach Erd-Energien zu suchen ist so, als suchte man nach Wasser in der Mitte eines Sees"! |Glastonbury Abbey|


Glastonbury Tor

Das Land, auf dem die Stadt Glastonbury steht, war einmal eine Insel, gelegen im Sumpfland, durch Flussläufe mit dem Meer verbunden. Heute sind die Moore trockengelegt, es gibt aber immer noch viele Überschwemmungen, Nebel ist eine übliche Erscheinung. Aus der Entfernung betrachtet ist der Tor eine geologische Abnormität mit einer faszinierenden Form und Ausstrahlung. Er ist nicht nur irgendein Hügel auf einer Insel. Es ist, als wenn Glastonbury eine ganz eigene Welt sei, abgesondert von der umgebenden Landschaft. Auf dieser Insel haben seit tausenden von Jahren ungewöhnliche Menschen gelebt. Sie ist ein globales Energie-Zentrum.
Der Turm auf der Spitze des Tor ist übrig geblieben von einer kleinen Kirche, die einmal dort gestanden hat. Der größte Teil wurde bei einem Erdbeben im Mittelalter zerstört. Bei klarem Wetter kann man 60 Meilen weit sehen. Der Tor ist ein Energie-Ort. Er ist traditionell der Eingang zur Unterwelt - Annwn. Der König der Feen, Gwyn ap Nydd, lebt dort. |Glastonbury Tor|


Chalice Well

Der Chalice Brunnen befindet sich am Fuße des Tors. Er enthält eine natürliche Wasserquelle, mit stärkende, belebende Kräften. Um diese Quelle wurde ein wunderschöner Garten angelegt, der Chalice Well Garden. Sowohl die Quelle als auch die Gärten stehen unter der Verwaltung des 1959 von Wellesley Tudor Pole gegründeten Chalice Well Trusts. Da das Wasser durch Eisenoxyd rot gefärbt ist, heißt er auch Blutquelle. Bekannter ist allerdings der Name Chalice Well (Kelchquelle), denn hier soll der sagenhafte Heilige Gral versteckt gewesen sein. Dieses legendäre Gefäß war der Kelch (= Chalice), den Jesus beim letzten Abendmahl benutzte und den Joseph von Arimathia nach England brachte.
Archäologische Untersuchungen haben nachgewiesen, dass seit rund 2000 Jahren Menschen in der Nähe der Kelchquelle leben. Heute gehört die Chalice Well zu den bekanntesten und meistbesuchten Quellen Großbritanniens.